Musikalische Biographie

 

Ich bin Saxophonist, lebe in Frankfurt am Main und mich fasziniert es swingende Jazzmusik mit meinen Bands zu präsentieren. Meine Saxophonsoli möchte ich tanzen und swingen lassen und mit einem warmen Ton die Hörer berühren, erfreuen und auf eine kleine Jazzreise mitnehmen.
Sehr gerne gebe ich mein wissen und meine Erfahrung im Unterricht an junge und erwachsene Lernende weiter, wobei  auch mein pädagisches Studium von Nutzen ist.

 

Stilistisch bewege ich mich auf der Grenze  zwischen klassischem Swing und Bebop/Modern Jazz, wobei die große afroamerikanische Bluestradition und der Harlem Jump mein Saxophonspiel tief beeinflussen. Ich liebe es die großen Jazzkompositionen von Ellington, Charlie Parker / Nat Adderly / Benny Golson und vielen Anderen zu spielen und von Zeit zu Zeit auch eigene Kom-positionen in mein Programm einzuflechten. Gelegentlich trete ich auch mit dem Tenorsaxophon auf.

 

Mein musikalischer Start begann ich in Franfurt mit Saxophonunterricht bei Alfred Harth und dem legendären Emil Mangelsdorff, einem der großen Musiker des deutschen Nachkriegjazz. Später nahm ich dann die Chance wahr, mein Wissen als Gasthörer an der Musikhochschule Mannheim in den Fächern Arrangement, Jazzimprovisation, Bigband und Jazzgeschichte zu vertiefen.

 

Als ich Mitte der 70er Jahre meinen Wohnort nach Heidelberg verlegte, lernte ich unter anderen den bekannten Drummer Allen Blairman aus Pittsburgh USA kennen, der damals zufällig in der gleichen Altstadtgasse wohnte. Dadurch bekam ich über viele über Jahre die Gelegenheit, mit dieser beeindruckenden Musikerpersönlichkeit bei vielen Sessions und freundschaftlichen Gesprächen  das "Feeling" authentischer Jazztradition zu erleben. Später hatte ich die Freude, bei vielen gemeinsamen Konzerten von Allen begleitet und inspiriert zu werden.

 

Für einige Jahre spielte ich im Saxophonsatz der Heidelberger Galapagos Bigband. Deren Bandleader, der Trompeter Rudi Mader, vermittelte mir in intensivem Einzelunterricht Wissen über Improvisation sowie Techniken des Bigbandspiels und ließ mich durch seinem Enthusiasmus an seinem immensen Erfahrungsschatz als Jazzmusiker seit den 40er Jahren teilhaben.

 

Im Raum Rhein Neckar  trat ich ab Mitte der 80er mit verschiedenen Jazzcombos in Jazzclubs der Region auf und leitete mit dem Saxophonisten Rick von Bracken und später mit dem Trompeter Ricardo Hatton Jazzquintette, mit denen wir unter anderem auch öfter auf dem Heidelberger Jazzfestival auftraten. Daneben begleitete ich mit meinen Bands gelegentlich so beeindruckende Sängerinnen wie Jutta Glaser und Helena Paul.

 

Ab Ende der 80er Jahre leite ich als Solist und "Master of Ceremonies" jede Woche die Jam Sessions im traditionsreichen Cave 54 in Heidelberg.

 

Im "Cave", das noch das Ambiente eines urigen Jazzkellers der 50er bietet, jammen in enger  Tuchfühlung mit dem jungen, begeisterungfähigen Publikum die Jazztalente der Region jeden Dienstag Abend. Der lebendige Austausch zwischen Musikstudenten, fortgeschrittenen Ama-teuren und professionellen Jazzmusikern bildet eine faszinierende, kreative Bühnensituation, wo immer wieder in neuen Kombinationen Glanzlichter des spontanen Zusammenspiels im Jazz ganz nahe erlebbar werden.

 

Bei der "Cave Session" spielte ich mit einigen national und international bekannten Jazzmusikern, die als "special guests" wie zum Beispiel die Saxophonisten Tony Lakatos  und Albie Donally oder die Drummer Keith Copeland und Trevor Richards die regionale Jazzscene inspirierten.

 

Dort lernte ich auch den hervorragenden Hammondorgelspieler und Drummer James Simpson kennen, mit dem ich seit einigen Jahren intensiv zusammenarbeite.

 

1998 gründete ich die dem tanzbaren, traditionellem klassischem Swing der 40er Jahre gewidmete Swingband Jubilee Jumpers (www.Jubileejumpers.de). Mit den "Jumpers" machen  wir den Glanz der Swingära wieder in unserer Zeit erlebbar und spielen eine enorm swingende Tanzmusik, die mit ihren hippen und populären Gesangsnummern unmittelbar in die Beine geht. Ich bin selbst Swingtänzer und kann mich deshalb als Bandleader in besonderer Weise mit unserer Swingmusik auf die Swingtanz-Scene einstellen. Die Swingband orientiert sich stilistisch am klassischem Swing der 40er bis hin zu Boogie Woogie, Jump& Jive. Neben Auftritten bei Swingpartys in vielen großen Städten Deutschlands gastierten wir auch in Holland und als Highlight in London im "100 Club" der Top Swinglocation in England.

 

Neben den Auftritten mit meinen Bands unterrichte ich mit viel Freude junge und erwachsene Menschen, die das Saxophonspielen erlernen möchten.

 

Seit 2008 lebe ich wieder in Frankfurt am Main.